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Pastoraler Raum Neunkirchen:Besuch der Synagoge in Saarbrücken - Rückblick

Synagoge in Saarbrücken
Datum:
3. Apr. 2025
Von:
Albert Kirsch

Auf Einladung von Pater Michael und Diakon Alexander Groß besuchte am 21. März die Gruppe „Männer aus dem pastoralen Raum Neunkirchen“ die Synagoge Saarbrücken.  Die Männer wurden mit einem herzlichen „Schabbat Shalom“ von dem Kantor der Synagogengemeinde Saar Benjamin Moses Chait begrüßt. Die Gruppe nahm an dem Vorabendgottesdienst des Schabbats teil. Ein beeindruckendes Erlebnis, das besonders durch den wunderbaren liturgischen Gesang und die herausragende Gesangsstimme des Kantors geprägt war. Vor und nach dem Gottesdienst gab es jeweils einen kleinen Exkurs in die Geschichte der Synagoge und der Synagogengemeinschaft Saar.   Die jüdische Gemeinde an der Saar hat eine lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Über die Jahrhunderte hinweg hat sie eine Vielzahl von Herausforderungen gemeistert, von Diskriminierung bis hin zu Verfolgung. Besonders tragisch war die Zeit des Nationalsozialismus, als die Synagoge, damals noch in der Futterstraße,  während der Novemberpogrome 1938 schwer beschädigt wurde und viele Mitglieder der Gemeinde aufs Schlimmste misshandelt, deportiert und ermordet wurden. Diese dunkle Zeit hat tiefe Wunden hinterlassen, die bis heute spürbar sind.  Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Synagoge an neuer Stelle wieder aufgebaut und 1951 eingeweiht. Dies war ein wichtiger Schritt für die jüdische Gemeinschaft, die sich bemühte, ihre Identität und Traditionen zu bewahren. Heute ist die Synagoge nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein Ort des Gedenkens und der Erinnerung.  Die Besuchergruppe wurde am Abend wieder mit einem „Schabbat Shalom“ verabschiedet.  Am Ende des Besuchs wurde deutlich, wie wichtig ein solcher Austausch mit der jüdischen Glaubensgemeinschaft ist.